- 3-Stellungs-Zustimmschalter
- definition:Ein 3-Stellungs-Zustimmschalter ist ein Gerät das beim Betreten von gefährlichen Bereichen mitgeführt werden muss.
Wo Maschinen für Menschen gefährlich werden können, sorgen Sicherheitseinrichtungen dafür, dass man dem gefährlichen Bereich nicht zu nahe kommt. Unter bestimmten Umständen – nämlich wenn es irgendwo „klemmt“ oder ein Anlagenteil gewartet werden muss – wird es jedoch nötig, den Gefahrenbereich zu betreten. In solchen Situationen sorgen Not-Aus-Schalter, Totmann-Einrichtungen oder 3-Stellungs-Zustimmtaster für die erforderliche Sicherheit.Um den Sicherheitsbereich einer Anlage betreten zu können, muss der Anwender die Taste auf dem Zustimmschalter leicht gedrückt halten. Kommt der Mitarbeiter in Gefahr und verkrampft dabei, drückt also die Taste ganz durch, fährt die Anlage sofort in einen sicheren Zustand. Gleiches gilt, wenn er den Sender fallen lässt, die Taste also gar nicht drückt.Typische von vielen möglichen Einsatzbereichen finden sich zum Beispiel bei Wartungsarbeiten in automatischen Lagern, bei Eingriffen in Maschinenbereiche im "Überwachung-Diagnose-Modus", bei der Wartung von beweglichen oder rotativen Maschinen sowie bei manuellem Eingreifen in automatisierte Fertigungsabläufe.Normen: Niederspannungsschaltgeräte - Teil 5-8: Steuergeräte und Schaltelemente - Drei-Stellungs-Zustimmschalter (IEC 60947-5-8:2006); Deutsche Fassung EN 60947-5-8:2006 - ATEX Funkfernsteuerung
- definition:
Die Bezeichnung ATEX ist die Abkürzung für den französischen Begriff "Atmosphère explosible" und wird als Synonym für die beiden Explosionsschutz Richtlinien der europäischen Gemeinschaft der ATEX-Produktrichtlinie 94/9/EG (umgangssprachlich "ATEX 137" wegen Art. 137 des EG-Vertrages) und der ATEX Betriebsrichtlinie 1999/92/EG (umgangssprachlich "ATEX 95" wegen Art. 95 des EG-Vertrages über den freien Warenverkehr) verwendet.
ATEX Funkfernsteuerungen sind für explosionsgefährdete Bereiche zugelassene Funkfernsteuerungen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen sämtliche Bauteile gegen Funkenbildung geschützt sein.
Entstehung einer Explosion
Eine Explosion erfolgt beim Aufeinandertreffen folgender 3 Elemente:

- Sauerstoffträger (In diesem Fall der in der Luft vorhandene Sauerstoff)
- Brennstoff (Gas (Methan, Acetylen,...), Dampf (Benzin, Lösungsmittel,...), Staub (Holz, Zucker, Getreide,...)
- Zündquelle (Lichtbogen, Mechanischer Funke, Temperaturanstieg)
Einteilung
ATEX Geräte werden nach Gerätegruppen, Temperaturbereichen und den Einsatzzonen eingeteilt.
Gerätegruppen
Gerätegruppe 1: Geräte zur Verwendung in Bergbau-/Übertage-/Untertagebetrieben (Kategorie M1 sehr hohe Sicherheit, Kategorie M2 hohe Sicherheit)
Gerätegruppe 2: Geräte zur Verwendung in den übrigen explosionsgefährdeten Bereichen (Kategorie 1 - Gefahr ständig, häufig oder über längere Zeit, Kategorie 2 - Gefahr gelegentlich, Kategorie 3 - Gefahr selten und kurzzeitig)
Temperaturbereiche
Die Temperaturbereiche beziehen sich auf die Zündtemperatur der Gase und Dämpfe
- T1: Oberflächentemperatur maximal 450 °C
- T2: Oberflächentemperatur maximal 300 °C
- T3: Oberflächentemperatur maximal 200 °C
- T4: Oberflächentemperatur maximal 135 °C
- T5: Oberflächentemperatur maximal 100 °C
- T6: Oberflächentemperatur maximal 85 °C
Einsatzzonen

Gas, Dämpfe und Nebel
- Zone 0: Bereich, in dem aus einer Mischung aus Luft und Brennstoffen wie Gase, Dämpfe oder Nebel bestehende explosive Atmosphäre dauerhaft oder häufig oder während langer Zeiträume vorherrscht.
- Zone 1: Bereich, in dem aus einer Mischung aus Luft und Brennstoffen wie Gase, Dämpfe oder Nebel bestehende explosive Atmosphäre sich gelegentlich oder bei normalem Betrieb bilden kann.
- Zone 2: Bereich, in dem aus einer Mischung aus Luft und Brennstoffen wie Gase, Dämpfe oder Nebel bestehende explosive Atmosphäre sich bei normalem Betrieb nicht bildet, oder falls sich doch auftritt, nur von kurzer Dauer ist.
Staub
- Zone 20: Bereich, in dem eine aus einer Wolke von brennbarem Staub bestehende explosive Atmosphäre dauerhaft oder häufig oder während langer Zeiträume in der Luft vorherrscht.
- Zone 21: Bereich, in dem eine aus einer Wolke von brennbarem Staub bestehende explosive Atmosphäre bei Normalbetrieb gelegentlich in der Luft auftreten kann.
- Zone 22: Bereich, in dem eine aus einer Wolke von brennbarem Staub bestehende explosive Atmosphäre bei Normalbetrieb nicht in der Luft auftreten kann, oder falls sie doch auftritt, nur von kurzer Dauer ist.
Beispiel Serie XD - Funkfernsteuerung für den Ex-Bereich
ATEX-Eigenschaften Serie XD Sender
Ex II 1 GD
Ex ia IIB T5
Ex iaD A20 T100°C
Einsatzzonen: 0, 1, 2, 20, 21 und 22ATEX-Eigenschaften Serie XD Empfänger
Ex II 2 GD
Ex dia IIB T6
Ex tD A21 T80°C
Einsatzzonen: 1, 2, 21 und 22 - Durchgehender Arbeitskontakt
- definition:
Im Empfänger bleibt das Relais so lange geschlossen, wie die Taste des Handsenders gedrückt wird.
- Durchgehender Ruhekontakt
- definition:
Im Empfänger bleibt das Relais so lange offen, wie die Taste des Handsenders gedrückt wird.
- Einstufige Drucktaste
- definition:
Taste mit einem Druckpunkt welche ein Relais auslöst.
- Elektronischer Schlüssel
- definition:
Der Funkhandsender ist mit einem entnehmbaren Speicherchip ausgestattet. Diese Funktion sichert den Sender gegen unbefugte Benutzung.
- Frequenzsynthesizer
- definition:
Im verfügbaren Frequenzband sind bis zu 64 verschiedene Frequenzen, auch Kanäle genannt einstellbar.
- Identitätscode
- definition:
Auf der Trägerfrequenz des Funksignals wird vom Handsender zusätzlich ein Code mitübertragen. Dies stellt sicher, dass der Empfänger nur auf Befehle des Handsenders reagiert, dem er zugeordnet ist.
- Infrarotüberwachung
Der Funkhandsender hat zusätzlich zur Funkverbindung noch einen Infrarotsender eingebaut. Diese Funktion verlangt, dass sich der Bediener im Erfassungsbereich des Infrarotmoduls aufhält.
- Meisterschalter / Joystick
- definition:
Hebel zum Steuern von Funktionen auf zwei Achsen. Steuerung von Antrieben mit bis zu vier Stufen. Auch stufenlose Ansteuerung von Proportionalventilen mit Analogausgang möglich.
- Momentane Funkverbindung
- definition:
Wenn eine Taste am Sender betätigt wird, baut sich die Funktion zwischen Sender und Empfänger für die Dauer der Betätigung auf.
- Nothalt oder Notaus
- definition:
Ein Schalter, welcher aus Sicherheitsgründen immer zwei von einander unabhängige Sicherheitsrelais ansteuern muss. Er ist definiert als Roter Schlagtaster auf gelbem Grund.
- Permanente Funkverbindung
- definition:
Bei dieser Funktion besteht die Funkverbindung zwischen Sender und Empfänger dauerhaft. So ist sichergestellt, dass der Bediener im Falle einer Funkstörung diese am Abschalten der Sicherheitsrelais erkennt.
- Potentialfreie Kontakte
- definition:
Relais, welche beispielsweise als Schalter für eine beliebige Spannung werden können.
- Schließer
- definition:
Im Ruhezustand sind die Kontakte des Relais geöffnet. Der Druck auf eine Taste des Handsenders schließt die Kontakte.
- Sicherheitsrelais
- definition:
Zwangsgeführte potentialfreie Kontakte. Redundant, so dass jederzeit ein Abfall in die Ausgangsstellung sichergestellt ist.
- Tandemkransteuerung
- definition:
Funktion mit der zwei Laufkräne mittels eines Handsenders gleichzeitig gesteuert werden können
- Tippkontakt
- definition:
Beim ersten Druck auf die Taste des Handsenders schließt das Relais. Beim nächsten Druck öffnet es.
- Totmannschaltung
- definition:
Sofern nach einer einstellbaren Dauer keine Funktion am Funkhandsender betätigt wird, schaltet sich dieser ab.
- Wahlschalter
- definition:
Wird beispielsweise zum Vorwählen von Antrieben verwendet.
- Zustimmtaster per Funk
- definition:
Ein Funkhandsender der beim Betreten von gefährlichen Bereichen mitgeführt werden muss. Dieser ist mit einem Drucktaster ausgestattet, welcher immer in Mittelstelllung gehalten werden muss. Drückt der Bediener den Schalter ganz durch oder lässt ihn los, wird Nothalt ausgelöst.
- Zweistufige Drucktaste
- definition:
Taste mit zwei Druckpunkten. Jeder Druckpunkt löst ein Relais aus. Wird zum Steuern von Antrieben mit zwei Geschwindigkeiten verwendet.
- Zwischenverriegelung
- definition:
Diese Funktion verhindert, dass der Bediener geläufige Antriebe gleichzeitig betätigen kann.
- Öffner
- definition:
Im Ruhezustand sind die Kontakte Relais geschlossen. Der Druck auf eine Taste des Handsenders öffnet die Kontakte.

